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Was ist eigentlich Epigenetik – und was hat das mit psychosozialer Beratung zu tun?

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Epigenetik – einfach erklärt

Epigenetik ist ein langes Wort, das sich einfacher erklären lässt:

Unsere Erlebnisse beeinflussen, wie unser Körper reagiert – ohne dass sich unsere Gene verändern.

Das bedeutet:

  • Stress oder belastende Erfahrungen können dafür sorgen, dass wir schneller unruhig, angespannt oder erschöpft reagieren.
  • Positive Erlebnisse, Sicherheit und Entspannung helfen dem Körper, ruhig zu bleiben.

Unsere Erfahrungen hinterlassen Spuren im Körper.

Beispiel aus dem Alltag:
Wenn Sie nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommen, merkt Ihr Körper oft schon an der Körperhaltung und Atmung, dass er im Alarmmodus ist. Eine ruhige Umgebung, ein Gespräch mit einer vertrauten Person oder ein Spaziergang können die Anspannung wieder lösen – das ist Epigenetik in Aktion.


Warum das für uns Menschen wichtig ist

Unser Alltag, unsere Beziehungen und unsere Gefühle wirken direkt auf unseren Körper:

  • Dauerstress kann uns müde, gereizt oder unruhig machen.
  • Sichere und unterstützende Beziehungen helfen uns, uns zu entspannen und neue Energie zu spüren.
  • Kleine positive Erlebnisse im Alltag wirken langfristig stabilisierend auf Körper und Geist.

Stress hinterlässt Spuren – Sicherheit hinterlässt auch Spuren.

Alltagsbeispiel:
Maria merkt immer, dass sie nervös wird, wenn sie morgens den Verkehr zur Arbeit sieht. Sie beginnt, jeden Morgen bewusst drei tiefe Atemzüge zu machen und ein kurzes Musikstück zu hören, das sie mag. Nach einigen Wochen fühlt sie sich entspannter, obwohl der Verkehr gleich geblieben ist – ihr Körper hat gelernt, Ruhe zu spüren.


Epigenetik und psychosoziale Beratung

In der psychosozialen Beratung geht es darum, Menschen zu helfen, sich sicher und stabil zu fühlen. Das wirkt sich direkt auf den Körper aus – und damit auch auf die Aktivität der Gene.

Wie das funktioniert:

  • Ein ruhiges, verlässliches Beratungsgespräch beruhigt das Nervensystem.
  • Übungen zur Entspannung, kleine Erfolgserlebnisse oder Strategien für den Alltag stärken das Wohlbefinden.
  • Belastende Themen werden nur in kleinen Schritten bearbeitet, damit der Körper nicht überfordert wird.

Beratung kann helfen, den Körper zu entspannen und neue Stärke zu spüren.

Alltagsbeispiel:
Thomas merkt, dass er sich bei Konflikten in der Familie schnell aufregt. In der Beratung lernt er, seine Anspannung wahrzunehmen, kurz zu pausieren und bewusst zu atmen. Diese kleinen Übungen helfen seinem Körper, Stress zu reduzieren – auch in den Alltagssituationen außerhalb der Beratung.


Praktische Tipps für den Alltag

Hier sind fünf einfache Strategien, die jeder ausprobieren kann.

  1. Bewusst atmen und pausieren:
    Wenn Sie merken, dass die Schultern hochziehen oder die Gedanken rasen, atmen Sie 3–4 Mal tief ein und aus. Das signalisiert dem Körper: Alles ist in Ordnung.
  2. Sichere Beziehungen pflegen:
    Zeit mit Menschen verbringen, die zuhören, unterstützen oder einfach da sind, reduziert Stress.
  3. Schrittweise Vorgehen:
    Schwierige Aufgaben oder belastende Gefühle Schritt für Schritt angehen. Kleine Schritte schützen das Nervensystem.
  4. Positive Momente bewusst wahrnehmen:
    Lachen, kleine Erfolgserlebnisse oder schöne Momente speichern sich im Körper ab. Schreiben Sie zum Beispiel drei kleine Dinge auf, die Ihnen gut getan haben.
  5. Körper spüren:
    Bewegung, Spaziergänge, sanfte Übungen oder bewusste Pausen helfen, Spannungen loszulassen.

Jede kleine positive Erfahrung wirkt auf Körper und Wohlbefinden.


Epigenetik zeigt uns: Wir sind nicht Opfer unserer Gene – unsere Erlebnisse zählen.

Mit sicheren Erfahrungen, positiven Erlebnissen und Unterstützung können wir unseren Körper beruhigen, Stress abbauen und neue Stärke entwickeln.


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